Sonstige Infusionstherapien
Versorgung für besondere Bedürfnisse
Die Gabe von Infusionen gehört zum medizinischen Alltag, insbesondere in Kliniken und Arztpraxen. Im Rahmen der Homecareversorgung werden aber auch immer mehr Infusionstherapien im häuslichen Umfeld des Patienten professionell durchgeführt.
Neben der medizinischen Ernährungstherapie (z.B. parenteralen Ernährung) bietet die Livica die Möglichkeit weitere Infusionstherapien beim Patienten zuhause, in der gewohnten Umgebung, sicher, bequem und professionell durchführen.
Dabei haben wir uns als Livica auf die folgenden ambulanten Infusionstherapien spezialisiert:
- Immunglobulintherapie zur Unterstützung des Immunsystems
- Desferaltherapie (Eisenspeicherkrankheit)
- Allgemeine Flüssigkeitssubstitution
Die Durchführung einer ambulanten Infusionstherapie benötigt eine professionelle Zusammenarbeit zwischen dem verordnenden Arzt, der liefernden Apotheke, eventuell beteiligten Pflegediensten und unserem Team von Livica.
Livica verfügt dabei über ein bundesweites Netzwerk aus Kooperationsapotheken, Pflegediensten und eigenen Therapiemanagern, die die Versorgung des Patienten vor Ort koordinieren und die Therapie zuhause intensiv begleiten.
Dabei unterstützt Livica den Patienten und seine Angehörigen bereits vor Entlassung aus dem Krankenhaus, spricht die Therapie mit den behandelnden Ärzten ab und sorgt dafür, dass alle für eine ambulante Infusionstherapie benötigten Produkte zuhause rechtzeitig zur Verfügung stehen.
Die Livica Therapiemanager schulen und trainieren Patienten, Angehörige und involvierte Pflegedienste in die korrekte Handhabung der Produkte und sorgen für eine reibungslose Umsetzung der ärztlich verordneten Therapie zuhause.
Qualitätsanspruch
Die Livica GmbH setzt bundesweit höchste Standards in der Betreuung von Patienten mit komplexen, beratungsintensiven Therapien. Unser Ziel ist es, stets eine bestmögliche, qualitätsgesicherte Betreuung im Bereich der ambulanten Infusionstherapie zu gewährleisten. Dies erreichen wir durch ein interdisziplinäres Team aus Fachkräften, zu dem speziell ausgebildete Anästhesie- und Intensivpflegekräfte, Palliativ-Care-Pflegekräfte sowie zertifizierte Ernährungsexperten für heimparenterale Ernährung gehören. Unsere Livica Therapiemanager orientieren sich dabei an internen Versorgungsstandards, die jeweils auf den aktuellen Leitlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften (RKI, usw.) basieren.
Vorteile
- Höhere Lebensqualität: Der Patient kann in seinem gewohnten Umfeld die Infusionstherapie erhalten, ohne in die Klinik oder zum Arzt zu müssen. Dies erhöht die Lebensqualität des Patienten, insbesondere bei eingeschränkter Mobilität, deutlich.
- Kostenersparnis: Der Patient kann früher aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen werden. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Klinikaufenthalt deutlich.
- Individuell anpassbar: Die Therapie kann flexibel auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden.
- Langfristige Anwendung möglich: Bei Bedarf können über Port- oder zentralvenöse Katheter langfristige Infusionstherapien durchgeführt werden.
Indikationen
- Autoimmunerkrankungen, bei denen Immunglobuline oder Kortison erforderlich sind
- Eisenmangelanämie, wenn eine orale Substitution nicht ausreicht
- Flüssigkeits- und Elektrolytmangel
Voraussetzungen und Zugänge
Für die Durchführung der ambulanten Infusionstherapie ist ein sicherer (zentral-)venöser oder subkutaner Zugang notwendig, da die Arzneimittel direkt in den Blutkreislauf oder subkutan eingebracht werden. Der Zugang wird auf die Bedürfnisse des Patienten und die Dauer der Therapie abgestimmt. Dabei sind verschiedene venöse Zugänge verfügbar, die je nach Anwendungsdauer und Therapieform ausgewählt werden.
Je nach Dauer der Therapie kommen unterschiedliche venöse Zugänge in Frage:


Der PICC-Line (Peripherally Inserted Central Catheter) ist ein zentralvenöser Zugang, der über eine periphere Vene am Oberarm eingeführt wird. Die Katheterspitze wird in der oberen Hohlvene (Vena cava superior) positioniert. Sie eignet sich besonders für intravenöse, mittelfristige Therapien von 1 bis 6 Monaten und stellt eine ausgezeichnete Alternative zu anderen zentralvenösen Kathetersystemen, wie dem Port-System oder dem zentralen Venenkatheter (ZVK), dar.
Subkutane Katheter sind spezielle Nadeln, die für die subkutane Injektion von Medikamenten verwendet werden. Die subkutane Arzneimittelgabe wird vorzugsweise an Körperstellen vorgenommen, an denen die Haut gut verschieblich und mit Fettgewebe gepolstert ist, wie z.B. die Bauchhaut oder die Haut des Oberschenkels.
Was wird benötigt?
Livica Therapiemanager
Unsere speziell geschulten Fachkräfte stimmen den individuellen Nährstoffbedarf mit den behandelnden Ärzten ab und sorgen für eine möglichst optimale Umsetzung der ärztlich verordneten Therapie zuhause. Zudem schulen sie den Patienten, die Angehörigen und beteiligte Pflegekräfte in der korrekten Handhabung der Produkte und Umsetzung der Therapie.
Ärzte / Apotheken
Ärzte verordnen den benötigten Therapiebedarf und überwachen die Therapie, während Apotheken die benötigten Nährlösungen als Fertigarzneimittel oder Compounding liefern. Dadurch wird eine bedarfsgerechte Ernährung des Patienten sichergstellt.
Versorgung zuhause
Die parenterale Ernährung zuhause setzt eine gut organisierte Versorgung voraus, bei der Patienten, Angehörige, ggf. Pflegedienste und der Livica Therapiemanager eng zusammenarbeiten: Je nach individueller Situation erfolgt die Einbindung eines Pflegedienstes bzw. der Angehörigen. Der Livica Therapiemanager begleitet und unterstützt durch regelmäßige Besuche beim Patienten die Therapie und sorgt für eine kontinuierliche und bestmögliche Versorgung zuhause.
Therapiebedarf
- Infusionspumpe (i.d.R.)
- Infusionssets / sonstige
- Medizinprodukte
- Infusionslösungen als Fertigarzneimittel oder
- individuell hergestellte Arzneimittel(Compounding)
- ergänzende Arzneimittel
- Verbandmittel