Leben mit Stoma
Stomaversorgung
Ein Stoma bedeutet eine tiefgreifende Veränderung im Leben. Bei der Livica GmbH finden Sie fundiertes Wissen, fachspezifische Beratung und individuelle Unterstützung. Ob Sie Patient sind oder als Fachkraft tätig: Unsere Informationen geben Ihnen Sicherheit und Orientierung in allen Fragen rund um die Stomaversorgung.

Die Livica GmbH ist ein zuverlässiger Partner für Stomapatienten, der weit mehr bietet als nur die Lieferung von Produkten. Unser Ziel ist es, Patienten in jeder Phase der Stomaanpassung umfassend zu unterstützen – von der Beratung über die Wahl der richtigen Versorgung bis hin zur langfristigen Begleitung. Wir bieten individuelle Lösungen für die Stomaversorgung, die optimal auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Lebenssituation abgestimmt sind.
Unsere Therapiemanager beraten Sie zu den verschiedenen Arten der Stomaversorgung und helfen Ihnen, das passende Versorgungssystem zu finden. Wir bieten moderne, komfortable und diskrete Produkte, die Ihre Lebensqualität verbessern und Hautirritationen minimieren. Darüber hinaus stehen wir Ihnen mit Schulungen zur Verfügung, um den Umgang mit den Versorgungssystemen zu erleichtern und etwaige Unsicherheiten abzubauen.
Alles, was Sie über Ihr Stoma wissen sollten
Für Patienten und Angehörige
Umfassende Betreuung bei der Schmerz- & Infusionstherapie
Die Livica GmbH stellt höchste Qualitätsstandards sicher. Unsere Fachkräfte werden kontinuierlich geschult, um eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Wir übernehmen:
✔ Beratung & Schulung zu Medikamenten, Technik und Therapieabläufen
✔ Reibungslose Überleitung & Einweisung in die Nutzung von Medizintechnik
✔ Rezeptmanagement & Kostenklärung mit der Krankenkasse
Spezialisierte Versorgung für onkologische & chronische Patienten
✔ Fachgerechte Durchführung der Infusions- und Schmerztherapie
✔ Ambulante Betreuung von Infusions- und Injektionstherapien
✔ Auswahl verschiedener Pumpensysteme
✔ Transparente Dokumentation des Therapieverlaufs
✔ Lieferung von Infusionslösungen, Arzneimitteln und Medizintechnik
Die erste Zeit mit einem Stoma
Die Umstellung nach der Anlage eines Stomas kann eine emotionale und körperliche Herausforderung sein. Es ist ganz normal, in dieser neuen Lebenssituation Fragen oder Unsicherheiten zu haben.
Direkt nach der Operation:
- Sie werden ein spezielles Versorgungssystem tragen, das regelmäßig von Ihrem Arzt oder der Pflegekraft gewechselt wird.
- Ihre Bauchdecke wird wahrscheinlich empfindlich sein, da die Haut rund um das Stoma nun stärker beansprucht wird.
Worauf Sie in der ersten Phase achten sollten:
- Hygiene: Reinigen Sie die Haut um das Stoma sorgfältig; so beugen Sie Infektionen und Hautirritationen vor.
- Schonung: Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen in den ersten Wochen, damit die Wundheilung ungestört verläuft.
- Beratung: Lassen Sie sich von unseren Therapiemanagern begleiten. Sie helfen Ihnen, das Versorgungssystem sicher und korrekt anzuwenden und stehen Ihnen mit Tipps zur Seite.
Mit der richtigen Unterstützung und Geduld werden Sie bald sicherer im Umgang mit Ihrem Stoma.
Stoma-Rückverlegung: Was Sie wissen sollten
Nach der Rückverlegung eines Stomas kann es einige Zeit dauern, bis sich Ihr Verdauungssystem an die veränderten Bedingungen angepasst hat. Die Funktion des Darms kann zunächst unregelmäßig sein, mit häufigem Stuhldrang, weichem oder ungeformtem Stuhl sowie gelegentlichen Unregelmäßigkeiten in der Entleerung. Das liegt daran, dass der Darm nach der Operation eine geringere Speicherkapazität hat und die Schließmuskulatur möglicherweise noch nicht wieder vollständig trainiert ist.
Was können Sie tun?
- Geduld haben – der Darm braucht einige Monate, um sich zu regulieren.
- Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Verdauung.
- Sanftes Beckenbodentraining kann helfen, die Kontrolle über den Stuhlgang zu verbessern.
- Ihr Livica-Ansprechpartner steht Ihnen mit individuellen Tipps zur Seite.
In den ersten Wochen nach der OP kann es zu vorübergehenden Beschwerden kommen, aber mit der Zeit sollte sich eine neue Normalität einstellen. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Problemen sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Stomafachkraft.
Mögliche Risiken für Stomaträger – Worauf Sie achten sollten
Auch wenn ein Stoma eine große Erleichterung im Alltag sein kann, gibt es einige mögliche Probleme, die auftreten können:
- Hautreizungen durch Kontakt mit Stuhl oder Urin, unsachgemäße Reinigung oder ungeeignete Materialien.
- Allergien gegen Inhaltsstoffe der Stomaversorgung.
- Infektionen durch Bakterien oder Pilze.
- Retraktion, bei der sich das Stoma in die Bauchdecke zurückzieht.
- Stenose, eine Verengung der Stomaöffnung, die zu Entleerungsschwierigkeiten führen kann.
- Prolaps, wenn ein Stück Darm über das Stoma hinausragt.
- Hernie, wenn sich eine Wölbung um das Stoma herum bildet, was auf eine Bauchwandhernie hinweisen kann.
Die meisten Probleme lassen sich durch eine gute Pflege und die richtige Stomaversorgung vermeiden. Falls Sie Beschwerden haben, sollten Sie frühzeitig Ihre Stomafachkraft oder Ihren Arzt kontaktieren. Ihr Livica-Team unterstützt Sie gerne mit individuellen Lösungen.
Ernährung mit Stoma – Mangelernährung erkennen und vorbeugen
Eine Stomaanlage verändert die Verdauung je nach Art des Stomas unterschiedlich stark. Während eine Kolostomie (die Ausleitung des Dickdarms), die Verdauungsprozesse meist nur wenig beeinflusst, können eine Ileostomie (die Ausleitung des Dünndarms) oder eine Urostomie (die Ausleitung des Harns über eine künstliche Stomaanlage) größere Auswirkungen auf den Flüssigkeits- und Nährstoffhaushalt haben. Besonders bei einer Ileostomie, bei der der Dünndarm den Stuhl direkt ausleitet, gehen wichtige Nährstoffe und Flüssigkeiten schneller verloren. Dadurch kann es zu einer Mangelernährung kommen, wenn die Ernährung nicht entsprechend angepasst wird.
Welche Nährstoffmängel können auftreten?
Nach einer Ileostomaanlage kann es vor allem zu Flüssigkeitsverlusten kommen, da der Dickdarm, der normalerweise Wasser resorbiert, ganz oder teilweise umgangen wird. Dies ist insbesondere bei einer Ileostomie relevant, da die Ausscheidung in der Regel dünnflüssig bleibt. Dadurch kann der Körper auch wichtige Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium verlieren, was zu Symptomen wie Muskelkrämpfen, Schwindel oder Kreislaufproblemen führen kann.
Ein weiteres Problem kann ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen sein. Besonders häufig sind Defizite an Vitamin B12, Eisen sowie fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K), da deren Aufnahme im Dünndarm stattfindet. Ist ein großer Teil des Dünndarms entfernt worden, kann die Nährstoffaufnahme deutlich reduziert sein, was langfristig zu Mangelerscheinungen führt. Auch Eiweißmangel kann eine Folge sein, insbesondere wenn durch den höheren Stuhlverlust nicht ausreichend Proteine aufgenommen werden. Dies kann sich durch eine schlechte Wundheilung, Muskelschwäche oder allgemeine Erschöpfung bemerkbar machen.
Wie kann man Mangelernährung vorbeugen?
Um eine ausreichende Nährstoffversorgung sicherzustellen, sollten Betroffene besonders auf eine angepasste Ernährung achten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essenziell, da durch eine Ileostomie täglich bis zu ein Liter mehr Flüssigkeit verloren gehen kann als bei Menschen ohne Stoma. Empfohlen werden mindestens zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag, bevorzugt stilles Wasser, ungesüßte Tees oder isotonische Getränke. Gerade nach der Operation ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust zusätzlich auszugleichen.
Die Ernährung sollte ausgewogen und nährstoffreich sein. Dabei ist es hilfreich, Lebensmittel zu bevorzugen, die leicht verdaulich sind und eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Eier, mageres Fleisch oder gut verträgliche Hülsenfrüchte können helfen, den Proteinbedarf zu decken. Auch eine ausreichende Zufuhr von Elektrolyten ist wichtig, insbesondere Natrium und Kalium, die über salzhaltige Speisen oder kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen und Kartoffeln aufgenommen werden können.
Durch eine abwechslungsreiche Ernährung kann sich ein Vitamin- und Mineralstoffmangel wirksam vorbeugen lassen. Falls notwendig, kann es sinnvoll sein, gezielt Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, insbesondere bei Vitamin B12-Mangel, der langfristig zu neurologischen Beschwerden führen kann. Auch regelmäßige Blutkontrollen beim Arzt helfen dabei, mögliche Defizite frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls mit Supplementen gegenzusteuern.
Zusätzliche Ernährungstipps für Stomaträger
Um den Verdauungstrakt möglichst wenig zu belasten, sollten Stomaträger gut bekömmliche Lebensmittel bevorzugen und blähende oder schwer verdauliche Speisen meiden, falls diese Beschwerden verursachen. Besonders wichtig ist es, langsam zu essen und gründlich zu kauen, damit die Verdauung erleichtert wird. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, individuelle Unverträglichkeiten zu erkennen und die Ernährung entsprechend anzupassen.
Auch das Essen in Restaurants ist mit einem Stoma kein Problem. Es kann jedoch hilfreich sein, sich vorher über die Speisekarte zu informieren oder vorsichtig mit neuen Speisen umzugehen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Wer Alkohol trinken möchte, sollte bedenken, dass er den Flüssigkeitsverlust verstärken kann und daher immer auf eine ausreichende Wasserzufuhr geachtet werden sollte.
Insgesamt gilt: Mit einer gut abgestimmten Ernährung lassen sich viele Probleme vermeiden. Wer unsicher ist oder bereits Anzeichen einer Mangelernährung bemerkt, sollte eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, um langfristige gesundheitliche Folgen zu verhindern.
Stomaprodukte
Einteilige Systeme:
- Hier sind Beutel und Hautschutzplatte miteinander verbunden.
- Vorteil: Das System trägt unter der Kleidung nicht so stark auf und ist ideal für junge, aktive Patienten
- Nachteil: Muss häufiger komplett gewechselt werden.
Zweiteilige Systeme:
- Beutel und Hautschutzplatte sind getrennt. Die Platte kann länger getragen werden.
- Vorteil: Besonders für empfindliche Haut geeignet, da weniger häufige Wechsel nötig sind.
- Nachteil: Etwas mehr Aufwand beim Anlegen.
Zusatzprodukte zur Unterstützung:
- Hautschutzprodukte: Hautschutzsprays
- Stomapasten und Modellierstreifen, Hautschutzringe: Füllen Unebenheiten aus und verhindern Leckagen.
- Geruchsfilter: Moderne Beutel sind mit Aktivkohlefiltern ausgestattet, um Gerüche effektiv zu neutralisieren.
- Stomabeutel: Der Stomabeutel ist das zentrale Produkt zur Aufnahme des Stuhls oder Urins. Es gibt verschiedene Arten von Beuteln, die je nach Art des Stomas (z. B. Kolostoma, Ileostoma) und persönlichem Bedarf ausgewählt werden. Sie sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich und bieten eine zuverlässige Lösung für die Versorgung.
- Hautschutzplatten, Hautschutzringe:: Um die Haut rund um das Stoma zu schützen, werden spezielle Hautschutzprodukte verwendet. Diese Produkte verhindern Hautirritationen und fördern die Heilung. Hautschutzplatten oder -ringe helfen dabei, die Stomaversorgung sicher und komfortabel an der Haut zu befestigen.
- Hautcremes: Milde, hautfreundliche Pflegeprodukte unterstützen die Hautgesundheit. Sie schützen vor Reizungen, stellen das natürliche Hautgleichgewicht wieder her und tragen zur Hautregeneration bei. Sie sind nicht fettend und speziell für die Stomaversorgung geeignet.
- Geruchsbindende, flüssigkeitsbindende Produkte: Um unangenehme Gerüche zu vermeiden, gibt es Stoma-Produkte, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Sie helfen, frische und saubere Bedingungen zu gewährleisten oder sehr flüssige Ausscheidungen im Beutel anzudicken.
- Befestigungs- und Stützgurte: Stützmaterialien, wie Gurtbänder, sorgen für zusätzlichen Halt und verhindern, dass der Beutel verrutscht oder sichtbar wird.
Stomaanlagearten
Kolostomie und Ileostomie Anlagearten

Deszendostoma
Bei diesem Stoma handelt es sich um eine künstlich angelegte Öffnung im Bereich des absteigenden Dickdarms. Die Anlage wurde notwendig, weil der letzte Abschnitt des Darms – das Sigma und das Rektum – entfernt werden musste. Der verbleibende Teil des Darms, der sonst den Stuhl zum Ausgang führt, wurde verschlossen, damit der Stuhl vollständig über das Stoma ausgeschieden wird. Das Stoma befindet sich im rechten Unterbauch, wo es sicher und gut erreichbar auf die Bauchdecke gelegt wurde. Da der Stuhl noch durch den Dickdarm verarbeitet wird, ist er meist breiig bis fest. Diese Konsistenz erleichtert die Versorgung und Handhabung des Stomas im Alltag.

Transversostoma
Ein Transversostoma ist eine künstlich angelegte Öffnung im querverlaufenden Teil des Dickdarms (Colon transversum). Dieses Stoma kann entweder endständig angelegt sein, wenn der Darm vollständig durchtrennt wurde und nur ein Ausgang nach außen führt, oder doppelläufig, wenn der Darm an dieser Stelle durch eine Schleife zur Bauchdecke geleitet wurde und zwei Öffnungen hat. Die Lage des Transversostomas befindet sich meist im Oberbauch, entweder auf der rechten oder linken Seite, je nach individuellem Eingriff. Da der Stuhl im querverlaufenden Dickdarm noch nicht vollständig eingedickt ist, hat er in der Regel eine breiige, manchmal auch dünnflüssige Konsistenz. Dies kann sich auf die Wahl des passenden Versorgungssystems auswirken, das darauf ausgelegt ist, den Stuhl sicher aufzufangen.

Ileostoma
Ein Ileostoma ist eine Ausleitung des Dünndarms, die entweder endständig oder doppelläufig angelegt wird. Es befindet sich typischerweise im Unterbauch, rechts oder links. Der Stuhl ist meist dünnflüssig, selten breiig, und sehr aggressiv für die Haut.
Ein Ileostoma kann vorübergehend sein, z. B. als Schutz einer Darmverbindung (Anastomose), nach einer Proktokolektomie bei Colitis ulcerosa oder familiärer Polyposis (mit geplantem ileoanalem Pouch), bei einer Notfall-Kolektomie (z. B. ausgeprägter Colitis oder Megakolon) oder bei Fisteln infolge von Morbus Crohn.
Ein dauerhaftes, endständiges Ileostoma wird nach einer Proktokolektomie oder bei Strahlenkolitis angelegt, wenn eine Rückverlagerung nicht möglich ist.
Urostomie Anlagearten

Ileumconduit
Beim Ileumconduit wird ein Stück des Dünndarms chirurgisch herausgetrennt und als künstliche Ableitung für den Urin genutzt. Die Harnleiter werden an dieses Dünndarmstück angenäht, sodass der Urin aus den Nieren über den Dünndarm nach außen abgeleitet wird. Ein Ende des Dünndarmstücks wird dabei verschlossen, während das andere Ende als Stoma durch die Bauchdecke geführt und dort eingenäht wird. Die typische Lage des Stomas ist im rechten Unterbauch.

Harnleiterhautfistel
Bei einer Harnleiterhautfistel werden die Harnleiter direkt mit der Hautoberfläche verbunden. Entweder werden beide Harnleiter miteinander verbunden, und der längere Harnleiter wird durch die Bauchdecke ausgeleitet, oder jeder Harnleiter wird einzeln zur Hautoberfläche geführt.
Stoma-Komplikationen und Lösungen
Bestimmte Lebensmittel können Gerüche verstärken. Falls Geruch zwischen den Wechseln auftritt, kann dies auf eine Undichtigkeit hinweisen. Geruchsneutralisierende Gleitmittel können helfen, unangenehme Gerüche zu minimieren.
Die Schleimhaut des Stomas ist gut durchblutet und kann bei der Reinigung schnell verletzt werden. In der Regel hört die Blutung jedoch rasch auf. Reizungen und Entzündungen durch Bestrahlung, Chemotherapie oder blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar oder Heparin können eine erhöhte Blutungsneigung verursachen. Reinigen Sie Ihr Stoma daher besonders vorsichtig. Eine kühle Kompresse kann helfen, kleinere Blutungen zu stillen.
Die Haut unter der Stomaplatte ist besonders empfindlich und kann durch zu häufige oder zu seltene Versorgungswechsel gereizt werden. Wichtig ist eine regelmäßige Versorgung mit passenden Hautschutzmaterialien. Haushaltsübliche Cremes sollten nicht verwendet werden, da sie die Haftung der Versorgung beeinträchtigen.
Wenn sich Ausscheidungen unter die Haftplatte drücken, spricht man von einer Unterwanderung. Dies kann passieren, wenn sich das Stoma verändert, Gewichtsschwankungen auftreten oder die Versorgung nicht mehr richtig sitzt. Falls dies häufig vorkommt, sollte die Versorgung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Kleine rote Pusteln mit weiß-gelblichen Spitzen, die ein Brennen oder Jucken verursachen, können auf eine Pilzinfektion hindeuten. Eine Diagnose kann nur durch einen Arzt gestellt werden, da für die Behandlung oft eine medikamentöse Therapie erforderlich ist. Um Pilzinfektionen vorzubeugen, sollten keine rückfettenden Seifen verwendet und die Versorgung regelmäßig gewechselt werden.
Schmerzen rund um das Stoma können verschiedene Ursachen haben, darunter Hautentzündungen, Pilzinfektionen, Hernien oder eine Verstopfung durch schwer verdauliche Lebensmittel wie Spargel oder Nüsse. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden.
Falls unter der Haftplatte Wunden entstehen, können spezielle Salben oder Wundversorgungsprodukte helfen. Ihre Stomafachkraft kann Sie individuell beraten, um eine bestmögliche Heilung zu unterstützen.