Livica GmbH

Umfassende Versorgungslösungen

Wundversorgung

Eine professionelle Wundversorgung spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Heilungsprozesses und der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten. Während akute Wunden meist innerhalb kurzer Zeit heilen, benötigen chronische Wunden eine gezielte, fachgerechte Behandlung. Livica steht Pflegediensten und Patienten mit langjähriger Erfahrung, qualifizierter Beratung und einem breiten Produktsortiment zur Seite, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Unser Team aus Wundexperten (ICW), Pflegeexperten Stoma/Kontinenz/Wunde, Palliativ Care Fachkräfte und Fachkrankenschwestern für Intensivpflege und Anästhesie steht Ihnen jederzeit zur Seite.

Nicht jede Wunde heilt innerhalb weniger Tage. Während akute Wunden meist innerhalb von 21 Tagen verheilen, bleiben chronische Wunden trotz fachgerechter Behandlung oft über Wochen oder Monate bestehen.

Zu den häufigsten chronischen Wunden gehören:

  • Dekubitus (Druckgeschwüre), die durch langanhaltenden Druck entstehen
  • Ulcus cruris (offene Beine), meist durch Durchblutungsstörungen verursacht
  • Diabetisches Fußsyndrom, eine Folge von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen bei Diabetes

Diese Wundarten erfordern eine gezielte Behandlung, um den Heilungsprozess wieder in Gang zu setzen und Komplikationen zu vermeiden.

Livica steht Patienten mit einer professionellen und individuell abgestimmten Wundversorgung zur Seite. Experten beraten bei der Auswahl der richtigen Produkte und geben praktische Tipps zur Wundpflege. Ein umfangreiches Sortiment an Wundauflagen und Verbänden ermöglicht eine passgenaue Behandlung für jede Wunde.

Um Patienten und Angehörige bestmöglich zu unterstützen, stellt Livica zusätzlich Schulungsmaterial zur Verfügung, welches als Download abrufbar ist. Dies erleichtert die richtige Anwendung der Produkte und hilft, Infektionen und Komplikationen zu vermeiden.

Beratung und Schulung

Um eine fachgerechte Behandlung von Wunden zu gewährleisten, bietet Livica umfangreiche Beratung und Schulungen an. Pflegekräfte erhalten regelmäßig Fortbildungen zu modernen Wundauflagen, Behandlungsmethoden und neuesten Erkenntnissen in der Wundversorgung. Dadurch können sie ihre Patienten bestmöglich unterstützen und die Heilung gezielt fördern.

Prozess-Begleitung

Wundversorgungen erfordern nicht nur die richtige Produktauswahl, sondern auch eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Therapie. Livica begleitet Pflegekräfte bei Wundvisiten und unterstützt sie beim Fallmanagement. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten kann die Versorgung individuell angepasst und optimiert werden.

Qualitäts-sicherung

Eine strukturierte und lückenlose Dokumentation ist essenziell, um den Heilungsverlauf korrekt zu erfassen und gegebenenfalls Behandlungsanpassungen vorzunehmen. Livica unterstützt Pflegekräfte bei der Qualitätssicherung, indem regelmäßige Wundkontrollen nach anerkannten Standards durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Versorgung stets den aktuellen Anforderungen entspricht.

Kosten-übernahme

Gerade bei chronischen Wunden ist eine langfristige Therapie notwendig, die mit Kosten verbunden ist. Livica hilft bei der Klärung der Kostenübernahme durch die Krankenkassen und sorgt dafür, dass Patienten eine optimale Versorgung erhalten, ohne sich um bürokratische Hürden kümmern zu müssen.

Maßgeschneiderte Lösungen für Pflegedienste

Pflegedienste profitieren von einer umfangreichen, herstellerneutralen Produktauswahl, die eine flexible und bedarfsgerechte Wundversorgung ermöglicht. Die fachkompetente Beratung durch erfahrene Therapiemanager hilft dabei, die geeigneten Wundauflagen und Verbände auszuwählen – sowohl für akute als auch für chronische Wunden.

Darüber hinaus bietet Livica regelmäßige Schulungen für Pflegekräfte an, damit sie stets mit den neuesten Entwicklungen in der Wundversorgung vertraut sind. Eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten stellt sicher, dass die Behandlung optimal auf den Patienten abgestimmt ist. Auch das Rezeptmanagement übernimmt Livica: Nach der Therapieentscheidung fordert der Außendienst das Rezept direkt beim Arzt an und kümmert sich um die Abwicklung mit der Krankenkasse.

Die Außendienstmitarbeiter von Livica sind examinierte Pflegekräfte mit speziellen Zusatzqualifikationen in der Wundversorgung. Sie stehen Pflegediensten mit ihrem Fachwissen zur Seite und unterstützen direkt vor Ort bei der Einschätzung und Dokumentation der Wundverhältnisse.

Nach den Vorgaben des Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ erfolgen regelmäßige Beurteilungen des Wundzustands – mindestens alle vier Wochen oder bei Veränderungen der Wunde. Infizierte Wunden werden bei jedem Verbandwechsel begutachtet, während bei speziellen Wundarten, wie trockenen Fersennekrosen, die Wundumgebung täglich kontrolliert wird.

Individuelle Unterstützung für Patienten

Patienten mit akuten oder chronischen Wunden benötigen eine speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Versorgung. Livica bietet individuell zugeschnittene Wundbehandlungen, die eine schnelle Heilung fördern und gleichzeitig den Alltag der Betroffenen erleichtern.

Regelmäßige Kontrollen und eine kontinuierliche Beobachtung der Wunde sorgen dafür, dass Anpassungen in der Behandlung schnell vorgenommen werden können. Zudem steht eine erfahrene Fachberatung zur Verfügung, um die beste Auswahl an Wundauflagen und Verbandmaterialien zu treffen.

Ein enger Austausch zwischen Ärzten, Pflegekräften und Patienten ist entscheidend für den Heilungserfolg. Daher sorgt Livica für eine strukturierte Kommunikation aller Beteiligten, um eine optimale Behandlung sicherzustellen. Gleichzeitig erhalten Patienten und ihre Angehörigen Schulungen zur richtigen Wundversorgung, damit sie die Behandlung zu Hause sicher und effektiv durchführen können.

Hygiene und Sicherheit in der Wundversorgung

Um Komplikationen und Infektionen zu vermeiden, sind korrekte Hygienemaßnahmen essenziell. Livica unterstützt Pflegekräfte und Patienten dabei, Pflegefehler und Hygieneprobleme zu verhindern. Eine große Auswahl an hochwertigen Wundauflagen und Verbänden aus einem herstellerneutralen Portfolio, gewährleistet eine bedarfsgerechte Versorgung für jede Phase der Wundheilung.

Regelmäßige Schulungen stellen sicher, dass Pflegekräfte stets auf dem neuesten Stand der modernen Wundversorgung sind und ihr Wissen direkt in die Praxis umsetzen können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten sorgt für eine abgestimmte und effiziente Behandlung der Patienten.

Weiterführende Informationen

Anatomie und Physiologie der Haut

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und schützt den Körper vor äußeren Einflüssen wie Bakterien, Viren und Umwelteinflüssen. Sie hat mehrere Schichten, die zusammenarbeiten, um die körperliche Integrität zu bewahren:

  • Epidermis: Die äußere Hautschicht, die aus mehreren Zellschichten besteht und vor äußeren schädlichen Einflüssen schützt.
  • Dermis: Die mittlere Schicht, die Bindegewebe enthält und die Haut elastisch macht. Sie enthält Nerven, Blutgefäße und Haarfollikel.
  • Subkutis: Die unterste Hautschicht, die hauptsächlich aus Fettgewebe besteht und als Puffer sowie Wärmeisolator dient.

 

Wenn die Haut verletzt wird, wird der Schutzmechanismus gestört und es entstehen Wunden, die eine professionelle Behandlung erfordern.

Beschreibung der Wundgröße, des Wundgrundes und des Wundrandes
  • Wundgröße: Die Größe einer Wunde wird sowohl in der Fläche als auch in der Tiefe bestimmt. Es ist wichtig, die Größe regelmäßig zu messen, um den Heilungsfortschritt zu überwachen. Einmalige Messungen reichen nicht aus, um den Heilungsverlauf präzise zu dokumentieren.

  • Wundgrund: Der Wundgrund beschreibt die Fläche der Wunde und kann verschiedene Merkmale aufweisen. Ein gesunder Wundgrund zeigt eine rötliche Farbe aufgrund von Granulationsgewebe, das die Heilung unterstützt. Infizierte oder schlecht heilende Wunden können einen gelblichen oder grauen Wundgrund aufweisen, was auf eine starke Entzündung oder Nekrose hinweist.

  • Wundrand: Der Wundrand ist der Bereich, in dem die Wunde von der gesunden Haut umgeben wird. Ein normaler Wundrand ist gut durchblutet und weist keine Anzeichen einer Infektion auf. Entzündungen oder ein hochgradig geschwollener Rand können auf eine Infektion hinweisen.

Beschreibung der Wundumgebung

Die Wundumgebung umfasst das Gewebe, das die Wunde umgibt, und ist entscheidend für die Heilung. Eine gesunde Wundumgebung zeichnet sich durch eine gute Durchblutung und keine Anzeichen einer Infektion aus. Bei schlecht heilenden oder infizierten Wunden können Rötung, Schwellung oder eine erhöhte Temperatur in der Wundumgebung auftreten. Diese Symptome können auf eine Entzündung oder Infektion hinweisen und erfordern eine sofortige Behandlung.

Beschreibung des Wundexsudates

Das Wundexsudat ist die Flüssigkeit, die von der Wunde abgesondert wird, und kann wichtige Hinweise auf den Heilungsprozess geben. Es gibt verschiedene Arten von Exsudat:

  • Seröses Exsudat: Klar und wässrig, typisch für die frühen Phasen der Heilung
  • Sero-hämorrhagisches Exsudat: Eine Mischung aus serösem Exsudat und Blut, häufig nach einer Verletzung zu finden
  • Eitriges Exsudat: Grüngelb oder gelblich, was auf eine bakterielle Infektion hinweist

 

Die Art des Exsudats sollte regelmäßig überwacht werden, um den Heilungsprozess zu beurteilen.

Wundarten

Es gibt viele verschiedene Arten von Wunden, die jeweils spezielle Behandlungen erfordern:

  • Akute Wunden: Diese Wunden entstehen durch Verletzungen wie Schnitte, Schürfwunden oder Operationen und verheilen normalerweise innerhalb von drei Wochen.
  • Chronische Wunden: Wenn eine Wunde nicht innerhalb der normalen Zeit heilt, spricht man von einer chronischen Wunde. Häufige Ursachen sind Infektionen, schlechte Durchblutung oder Diabetes.
  • Dekubitus (Druckgeschwüre): Diese entstehen durch langanhaltenden Druck auf die Haut und sind häufig bei immobilen Patienten zu finden.
  • Ulcus cruris (offene Beine): Häufig bei Patienten mit venösen und / oder arteriellen Durchblutungsstörungen, meist an den Unterschenkeln.
  • Diabetisches Fußsyndrom: Wunden an den Füßen von Diabetikern, verursacht durch schlechte Durchblutung und Nervenschäden.
Wundheilungsphasen

  1. Exsudationsphase (Reinigungsphase): Direkt nach der Verletzung beginnt der Körper, die Wunde zu reinigen und eine Schutzbarriere zu bilden.
  2. Granulationsphase (Proliferationsphase): Neue Hautzellen und Blutgefäße wachsen in die Wunde, was die Wundheilung vorantreibt.
  3. Epithelisierungsphase (Reperationsphase): Die Wunde wird von neu gebildeten Hautzellen bedeckt, und das Gewebe zieht sich zusammen.
Formen der Wundheilung

Wunden heilen auf unterschiedliche Weise:

  • Primäre Wundheilung: Bei kleinen, sauberen Schnitten wird die Wunde direkt durch das Zusammenfügen der Ränder geschlossen.
  • Sekundäre Wundheilung: Größere oder tiefe Wunden heilen durch Granulation und Bildung von Narbengewebe.
Wundheilungsstörungen

Es gibt verschiedene Ursachen für eine verzögerte Wundheilung, wie z.B. Infektionen, unzureichende Blutzufuhr, Diabetes oder schlechte Ernährung. Eine Wundheilungsstörung erfordert eine spezielle Behandlung und regelmäßige Überwachung, um Komplikationen zu vermeiden.

Dekubitus, Ulcus Cruris, Diabetisches Fußulcus

Dekubitus

Dekubitus ist ein Druckgeschwür, welches entsteht, wenn über längere Zeit Druck auf bestimmte Körperstellen ausgeübt wird, wie dies bei immobilen Patienten der Fall ist. Diese Wunden erfordern eine gezielte Pflege und Druckentlastung, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern.

Ulcus Cruris

Ulcus cruris ist eine chronische Wunde an den Beinen, die durch venöse und / oder arterielle Durchblutungsstörungen Insuffizienz verursacht wird. Eine effektive Behandlung umfasst Kompressionstherapie, eine Verbesserung der Blutzirkulation und die regelmäßige Wundversorgung.

Diabetisches Fußulcus

Bei Diabetikern kann es zu Fußgeschwüren kommen, die durch schlechte Durchblutung und Nervenschäden entstehen. Diese Wunden erfordern eine spezielle Pflege, um Infektionen und Amputationen zu vermeiden.

Schmerzen bei Wunden

Schmerzen sind ein häufiges Symptom bei Wunden und können den Heilungsprozess erschweren. Eine angemessene Schmerztherapie, kombiniert mit einer effektiven Wundversorgung, kann den Heilungsprozess unterstützen und den Patientenkomfort verbessern.

Hautschutz / Hautpflege

Ein effektiver Hautschutz ist entscheidend, um Hautverletzungen und Infektionen zu verhindern. Livica bietet Produkte an, die die Haut vor schädlichen Einflüssen schützen und die Heilung fördern. Zu den Hautpflegeprodukten gehören Schutzcremes, Barriereschutz und Feuchtigkeitscremes, die die Haut in ihrer Regenerationsphase unterstützen.

Bewegungsförderung

Die Förderung von Beweglichkeit ist wichtig, um den Heilungsprozess zu unterstützen und Komplikationen wie Muskelatrophie und Kontrakturen zu vermeiden. Dies kann durch physiotherapeutische Maßnahmen und die Unterstützung von Bewegungsübungen erreicht werden.

Kompressionstherapie

Die Kompressionstherapie ist ein entscheidender Bestandteil der Behandlung von Wunden, insbesondere bei Ulcus cruris venosum. Sie fördert die Blutzirkulation, reduziert Schwellungen und unterstützt die Heilung von chronischen Wunden an den Beinen.